Arbeitsgruppen

WIDE-Arbeitsgruppen bieten Gelegenheit, sich in einem gemeinsamen Interessengebiet fachlich auszutauschen, Themen zu vertiefen und Aktivitäten zu organisieren. Die Beteiligung steht allen Interessierten offen. Arbeitsgruppen werden bei vorhandenem Interesse gebildet.

Zur Zeit aktiv sind folgende Arbeitsgruppen:

Economic Literacy

Kontakt: Heike Wach

Debattierclub

Der WIDE Debattierclub ist ein selbstorganisiertes Gefäss für die Diskussion aktueller politischer Fragen aus der Perspektive der Care Ökonomie. Er findet jeweils am zweiten Donnerstag des Monats statt und wird von einer Kerngruppe vorbereitet. Der Debattierclub organisiert zweimal im Jahr die öffentlichen Feministischen Dialoge. Informationen zum nächsten Debattierclub befinden sich hier.

Nadelstichgruppe

Anfang 2015 hat sich unter dem Titel Nadelstich-Gruppe eine gemeinsame  Plattform von WIDE Switzerland und dem Denknetz Schweiz gebildet. Ziel der Plattform ist es, die Care-Arbeit breiter zu thematisieren und die Politik von Parteien und Gewerkschaften und auch die linke Medienlandschaft mit kleinen Nadelstichen zur Irritation und schliesslich zur Diskussion anzuregen. Ende 2015 hat die Gruppe ein konsolidiertes Manifest „Hin zu einer neuen  Sorgsamkeit“  herausgegeben. Ihr findet das Manifest hier.

Mitglieder der Nadelstichgruppe: Beat Ringger und Iris Bischel, Denknetz Schweiz; Lilian Fankhauser, Christine Michel, Annemarie Sancar und Tina Goethe, WIDE Switzerland.

WIDE+ in der Schweiz

WIDE Switzerland ist Mitglied des in Bern im Oktober 2014 neu gegründeten europäischen Netzwerkes WIDE+ und  arbeitet auch mit zwei Vertretungen (Jelena  Lenggenhager und Annemarie Sancar) im WIDE+ Board (Vorstand) aktiv mit.

Nicht mehr oder zur Zeit nicht aktive Arbeitsgruppen/Gefässe:

Wissenschaftliches Forum

Das Wissenschaftliche Forum des Netzwerkes WIDE Switzerland, das vom IZFG koordinert wird,

  • leistet fachliche Unterstützung im Bereich Forschungsanträge, Durchführung von Studien und Publikation von wissenschaftlichen Artikeln. Wissenschaftlerinnen unterschiedlicher Fachrichtungen stellen WIDE Switzerland ihre Fachkenntnisse zur Verfügung, darunter: Sabin Bieri (Geographie), Elisabeth Bürgi (Völkerrecht), Lilian Fankhauser (Gender Studies), Hella Hoppe (Ökonomie), Ulrike Knobloch (Wirtschaftsethik), Mascha Madörin (Ökonomie), Sarah Schilliger (Soziologie), Brigitte Schnegg (Geschichte), Heike Wach (Gender-Expertise).
  • fördert mit der Groupe de Réflexion / WIDE den Dialog zischen Wissenschaft und Praxis. Die Treffen zu Themen im Bereich Geschlecht und Entwicklung sind öffentlich.
  • organisiert wissenschaftliche Veranstaltungen für WIDE Switzerland.

Gender & Globale Nachhaltigkeitsziele

20 Jahre nach dem beispielhaften Erdgipfel in Rio hat im Juni 2012 erneut ein UNO-Gipfel zu nachhaltiger  Entwicklung stattgefunden – wieder in Rio de Janeiro. Das wichtigste Ergebnis der Rio+20 Konferenz ist das Ziel, globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu vereinbaren (Sustainable Development Goals SDG). Gleichzeitig werden die Millennium Development Goals weiterentwickelt. Beide Prozesse sollen eng verzahnt werden. Im Oktober 2012 hat der Bundesrat beschlossen, die interdepartementale Koordination des Post-2015 Prozesses und der SDG unter die Federführung der DEZA zu stellen. WIDE Switzerland hat sich zum Ziel gesetzt, die Gender Perspektive aktiv in diesen Post-2015 Agenda Prozess einzubringen. Die WIDE Arbeitsgruppe Gender & Globale Nachhaltigkeitsziele diskutiert und entwickelt dafür Positionen.

Arbeit und Geschlecht

Die Globalisierung der Arbeitsmärkte, ökonomische Umstrukturierungsprozesse und multiple Finanz- und Wirtschaftskrisen führen zu dramatischen Veränderungen in der Verteilung, Verrichtung und Bewertung von Arbeit. Wo Verhältnisse sich verschieben und Brüche organisiert und inszeniert werden, spielt Geschlecht eine zentrale Rolle.

Die WIDE-Arbeitsgruppe GenderArbeit beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Geschlecht, Arbeitsmarkt und der Verteilung von (Care-)Arbeit im Norden wie im Süden. Die Gruppe setzt sich ausfreischaffenden Wissenschafterinnen und Vertreterinnen verschiedenster NGOs, Verwaltungs- und Universitätsinstitutionen zusammen und trifft sich monatlich zu einer Mittagssitzung. Sie konzipierte die Tagung GENDER MACHT ARBEIT vom 4. Mai 2012 in Bern. Aktuell arbeitet sie an verschiedenen Publikationen zum Thema Arbeit und Gender.

Frauen in der Schweizer Landwirtschaft / AG Food&Gender

Bäuerinnen arbeiten auch in der Schweiz unverhältnismässig viel, auf dem Hof, im Haushalt, oft zusätzlich in einer ausserbetrieblichen Tätigkeit. Sozialrechtlich sind sie jedoch kaum abgesichert und gehen im Fall von Erbgängen oder Scheidung meist leer aus. Zum Frauenstreiktag vom 14. Juni 2011 reichten die Nationalrätinnen Alice Glauser und Maya Graf zwei parlamentarische Vorstösse ein. Sie wollen damit den Weg bereiten, um die ökonomische, soziale und rechtliche Diskriminierung der Frauen in der Landwirtschaft zu bekämpfen.

Auf verschiedenen Ebenen engagiert sich WIDE Switzerland in den Diskussionen um die ökonomische, soziale und rechtliche Besserstellung der Bäuerinnen in der Schweiz: Die WIDE-AG Food&Gender erarbeitet Grundlagen und beleuchtet Zusammenhänge von Geschlecht, Arbeit und Ernährungssicherheit im globalen Süden und Norden.

WIDE stellt ParlamentarierInnen und Interessierten ihr  Wissen zur Verfügung und mischt sich aus der Genderperspektive in laufende Debatten um die Produktion von und den Handel mit Lebensmitteln ein. So lieferte WIDE beispielsweise im Dezember 2010 Argumente für die Annahme der Standesinitiativen zum Import von Lebensmitteln. Siehe Stellungnahmen.

In Kooperation mit der NGO-Koordination post Beijing organisierte WIDE im März 2011 die Tagung „Landwirtschaftspolitik aus Frauensicht – Vision 2025 unter der Lupe“, welche viel zur Mobilisierung beitrug.