Perspektivenwechsel „Neoliberalismus“: Der Alltag

Perspektivenwechsel „Neoliberalismus“: Der Alltag

à propos. Das Friedensmagazin von KOFF. Februar 2020, No. 164

Annemarie Sancar äussert sich in diesem ARtikel zum Verhältnis von der Entwicklung des neoliberalem Wirtschaftssystem und der Care-Arbeit, ihre Verrichtung im Alltag, geleistet mehrheitlich von Frauen, meist unbezahlt und in Konfliktgebieten unter schwierigsten Bedingungen.

Die Diskussion rund um die Care-Arbeit zeigt auf, wie politisch gestützte Marktmechanismen gewisse Tätigkeiten als förderungswürdig und gewinnbringend einstufen, andere hingegen als Belastung, als Bremse marktförmiger Wachstumsstrategien abwertet, versteckt, in die Exotik verrückt und das sind eben diese Care-Tätigkeiten, die gerade in Konfliktsituationen für die Bevölkerungen fürs Überleben zentral sind. Davon ist jedoch selten die Rede, zumindest dann nicht wenn eine systematische Erklärung der Ursache nötig wäre. Die Prekarisierung des Alltags findet somit auch kaum Eingang in die entscheidenden Friedensverhandlungen. KOFF a propos februar-2020